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Rezension zu Good as Gone von Amy Gentry

Autor: Amy Gentry
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Genre: Krimi/ Thriller
Seitenzahl: 320 Seiten



Inhalt:

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …



Meine Meinung


Eines vorab, dieses Buch weist Thriller Elemente auf, war für mich aber dennoch eher ein spannender Roman. Das nur gleich zu Anfang, damit die, die entweder super gerne Thriller lesen gleich Bescheid wissen oder die, die eigentlich die Finger von Thriller lassen, hier vielleicht einen kleinen Einstieg finden.


Nun aber zur Story:



Julie wird als dreizehnjährige aus dem eigenen Zuhause entführt, ihre kleine Schwester Jane ist die einzige Augenzeugin der Tat.

 Nach acht Jahren taucht dann Julie plötzlich wieder vor der Haustür des Elternhauses auf. Die Eltern Tom und Anna können anfangs ihr Glück kaum fassen. Doch von Tag zu Tag tauchen mehr Zweifel auf, ob die Frau, die vorgibt Julie zu sein, auch wirklich Julie ist.


Im Buch wird aus zwei Sichten geschrieben. Auf der einen Seite begleiten wir Anna, wie sie versucht auf eigene Faust, versucht herauszufinden was während der Jahre passiert ist und was Julies wahre Identität ist. Sie will zwar fest daran glauben, dass die Frau bei ihr zuhause ihre Tochter ist und dass sie eine gute Mutter ist und ihr eigenes Kind auch noch nach acht Jahres des Verlustes erkennt. Doch die Zweifel werden immer stärker. Irgendwann lässt sie sich auf die Hilfe eines Privatdetektives ein.


Auf der anderen Seite wird die Geschichte aus der Perspektive von Julie oder der Frau die vorgibt Julie zu sein, bzw. von mehreren jungen Frauen geschildert.


Dieser Wechsel der Perspektiven und Blickwinkel war für mich verwirrend. Man braucht erstmal seine Zeit um einen groben Durchblick zu bekommen und um überhaupt einen Zusammenhang zu finden.


Durch Annas gut beschriebene Unsicherheit, kommen bei einem selber auch die ersten Fragen auf und man fängt an gemeinsam mit Anna zu zweifeln. Das war von der Autorin wirklich gut gemacht. Doch erst recht spät, wie ich finde, bekommt die Geschichte ihre Tiefe und fängt einen an zu packen.


Schade fand ich, das man Annas Mann Tom und ihre andere Tochter Jane in diesem Buch kaum kennengelernt und so keine Einblicke in deren Standpunkte oder Blickwinkel der Geschichte bekommen hat. Der Fokus der Story liegt fast allein auf Anna.


Tatsächlich habe ich irgendwann einfach das Interesse daran verloren, herauszufinden, ob diese junge Frau wirklich die verlorene Tochter ist. Mir hat die Grundidee dieser Geschichte gefallen aber die Nebengeschichte war teilweise so verwirrend, dass ich der eigentlichen Story kaum noch folgen konnte.



Fazit

Ich bin von Good as Gone leider ein wenig enttäuscht. Nicht wirklich spannend, packend oder besonders tief gehen, ist dieser Roman nicht das, was ich von ihm erwartet hatte. Die psychologischen Aspekte waren zwar interessant, konnten die Story aber nicht retten. So dass ich diesem Buch nur 2 von 5 Sternen vergebe.




✰✰

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