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Rezension zu Sternhimmeltage von Trish Doller


Titel: Sternhimmeltage
Autor: Trish Doller
Verlag: Carlson 
Genre: Jugendbuch

Inhalt:

Die 17 jährige Callie reist mit ihrer Mutter von Ort zu Ort. Immer auf der Flucht, da ihre Mutter sie vor 12 Jahren, als Callie noch ein Kind war, entführt hat. 
Wieder auf der Flucht geraten die Beiden eines Nachts in eine Polizeikontrolle. Callies Mutter wird verhaftet und für Callie verändert sich ihr bisheriges Leben. Sie kommt zu ihrem Vater, an den sie sich kaum noch erinnern kann. Ihr Vater und seine neue Familie nehmen Callie herzlich auf, doch Callie fällt es schwer, sich in dem ungewohnten Umfeld zu Hause zu fühlen. Nur bei Alex, einem jungen Schwammtaucher fängt Callie an sich wohl zu fühlen. 


Meine Meinung:

Die Wortwahl und Schreibweise in der Geschichte ist verständlich und man liest die Kapitel flüssig durch. Mich hatte das Thema bereits schon auf dem Klapptext ansprechen können, denn eine Entführung des eigenes Kindes, schien für mich spannend und packend. Wir bekommen die Geschichte aus Callies Sicht mit, also in der „Ich“ Perspektive. 

Die Geschichte beginnt damit, dass Callie und ihre Mutter mal wieder aufbrechen müssen. Callie hat seit 12 Jahren kein richtiges zu Hause, lebt nie länger als ein paar Monate mit ihrer Mutter in anderen Orten und Mietswohnungen. Callie wartet immer wieder auf den Tag, wenn Callies Mutter erneut die Paranoia packt, weil sie sich beobachtet fühlt oder weil sie jemand auf der Straße schief angeschaut hat. Dann heißt es für Callie Koffer packen und los in eine neue Stadt. Ein neues Leben. Neue Identität annehmen.

Callies einzige Konstante in ihrem Leben sind ihre Bücher, alt und zerschlissen zwar, doch es sind ihre einzigen Freunde, die sie immer dabei hat. 

Für mich als Leser wird schnell deutlich, dass Callie das ständige auf der Flucht sein, leid hat und dass sie gerne einfach ein normales Leben, eine normale Familie führen würde. Trotz allem hängt sie sehr an ihrer Mutter. Ihre Mutter ist seit 12 Jahren ihr kleine Welt und sie liebt sie. Doch als Callie bei ihrem Vater wohnt, merkt sie erst wirklich was sie alles verpasst hat und zurück lassen musste.

Callie ist sehr nachdenklich. Kennt keine richtige Freundschaft, Familie und Zuneigung. Das wird auch vor allem deutlich, weil Callie keinerlei Erfahrung hat wie man mit Jungs umgeht. Sie kennt nur einfachen Sex und danach geht man getrennte Wege. Dates und Höflichkeit bei Jungs sind ihr fremd.

Callies Ansichten zu verstehen fiel mir manchmal schwer, aber im Nachhinein verständlich. Sie hat diesen ständigen Drang abzuhauen, wo ich mir als Leser die ganze Zeit nur gedacht habe, „Genieße es, probiere das neue Leben aus.“

Fazit

Sternhimmeltage ist ein wunderschönes, aufwühlendes Jugendbuch. Es ist ist ein Buch mit Gefühl, mit vielen Höhen und Tiefen und dabei völlig realistisch und ungekünstelt  geschrieben. Einzig allein das mir zu nüchtern geschriebene Ende der Geschichte, lässt mich einen Stern abziehen. Sternhimmeltage von Trish Doller erhält von mir eine Leseempfehlung und vier von fünf Sternen.

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